Innovative E-Learning Forschung
Die Technische Universität Darmstadt bekennt sich zu E-Learning - in Forschung und Lehre. Im Rahmen der Vision der so genannten Dual Mode University will sie in den kommenden Jahren bis zu 30% des Lehrangebots als E-Learning-Veranstaltungen anbieten. Der Forschungsschwerpunkt E-Learning bündelt als Forschungs-Arm innerhalb der E-Learning-Strategie der TU Darmstadt die Forschungsaktivitäten und Kompetenzen. In enger Zusammenarbeit mit zentralen Einrichtungen der TU Darmstadt (E-Learning Center und Hochschuldidaktische Arbeitsstelle) forschen Mitglieder aus den Geistes-, Human, Ingenieur- und Naturwissenschaften zum "E-Lehren und E-Lernen" und zur Wissensarbeit im Allgemeinen.
In verschiedenen Forschungsprojekten werden nachhaltig in der Praxis funktionierende und die Qualität von Lehre und Studium verbessernde Konzepte und Lösungen entwickeln. Mit dem Anspruch, innovative Prozesse, Methoden und Werkzeuge der Wissensarbeit auf Weltspitzen-Niveau zu entwickeln, will der Forschungsschwerpunkt E-Learning den Weg aktiv mitgestalten, den die TU Darmstadt als internationale Spitzenuniversität geht.
E-Learning 2.0: Lernende Netzwerke in der Wissensarbeit
Durch technologische Entwicklungen der letzten Jahre sind tragbare, eingebettete und vernetzte Computer allgegenwärtig geworden (z.B. Handys, Kameras, Notebooks). Auch die Benutzer schließen sich mithilfe sozialer Plattformen wie Wikipedia oder Youtube zunehmend zu den verschiedensten Internetgemeinschaften ("Communities") zusammen (Stichwort "Web 2.0"). Diese Trends beeinflussen neben anderem zunehmend die Art und Weise, in der Menschen Wissen erwerben, erweitern und weitergegeben -- in Schule/Universität, Beruf und Freizeit. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, beschäftigt sich der Forschungsschwerpunkt auch mit dem so genannten "E-Learning 2.0". Zu dessen Hauptcharakteristika zählen:
- eine Betonung von kollaborativen Formen der Inhaltsgestaltung und des Wissenserwerbs; damit verbunden auch soziale Kontrolle der Inhalte und der Lernprozesse
- die Möglichkeit, situativ zu lernen, also Wissen und Fähigkeiten gezielt in der Praxis zu erwerben, wenn es gebraucht wird
- eine zunehmende Verschmelzung von formellem Lernen an Schulen und Universitäten mit informeller Wissensarbeit im Beruf
Die Grafik unten stellt schematisch die entstehenden Netzwerke aus Menschen, Computern und Wissensbausteinen dar. Eine zentrale Eigenschaft dieser Netzwerke ist, dass sie nicht nur Lernenden-Netzwerke sind, sondern auch im wörtlichen Sinne lernende Netzwerke sind ("learning networks"), die das gespeicherte Wissen repräsentieren. Im Forschungsschwerpunkt beschäftigen sich die verschiedenen Arbeitsgruppen mit Fragestellungen, die sich hieraus ergeben.











